Nortorfer Land aktuell

07.07.09 Haushaltssatzung der Gemeinde Dtgen fr das Haushaltsjahr 2009 Aufgrund der 77 ff. der Gemeindeordnung wird nach Beschluss der Gemeindevertretung vom (...) Gesamten Artikel lesen

07.07.09 Haushaltssatzung der Gemeinde Emkendorf fr das Haushaltsjahr 2009 Aufgrund der 77 ff. der Gemeindeordnung wird nach Beschluss der Gemeindevertretung vom 15.06.2009 (...) Gesamten Artikel lesen

1996

Chronik des Jahres 1996

Anfang 1996

Die in einigen wichtigen Punkten überarbeitete Ländliche Struktur- und Entwicklungsanalyse wird im Rahmen einer Informationsveranstaltung den Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern des Amtsbezirks vorgestellt.

14.03.1996

Der Amtsausschuss befasst sich umfassend mit dem Entwurf für einen neuen Landesraumordnungsplan für Schleswig-Holstein. Es wird folgende Stellungnahme beschlossen:

  1. Die Rückbesinnung der Landesplanung auf die Bedeutung der Gemeinden für die Entwicklung der Regionen und die Entwicklung des gesamten Landes, wie sie an verschiedenen Stellen des vorliegenden Entwurfs zum Landesraumordnungsplanes zum Ausdruck kommt,  wird ausdrücklich begrüßt („Raumordnung und Landesplanung sollen die Eigenentwicklung der Gemeinden ermöglichen“). Das insoweit ausdrücklich neu eingeführte globale Förderkonzept des Landes, durch Unterstützung des Landes neue Entwicklungspotentiale aus den Regionen und Örtlichkeiten heraus zu mobilisieren und in diesem Zusammenhang zu einer engen Zusammenarbeit der Kommunen in den einzelnen Regionen beizutragen, trifft auf die Bedürfnisse und Erwartungshaltung der örtlichen kommunalen Ebene.
  2.   Als Repräsentant einer Region mit hohem Auspendlerüberschuss und dementsprechend zu geringem wohnortnahen Arbeitsplatzangebot wird vom Amt die Grundaussage begrüßt, dass die Landesplanung künftig durch Zulassung eines verstärkten Flächenangebots eine maßvolle Gegensteuerung ermöglichen will. Von unserer Seite besteht einerseits bei Wahrung eines partnerschaftlichen Interessenausgleichs der Wille, unserem Unterzentrum bei dem weiteren Ausbau des Arbeitsplatzangebots behilflich zu sein. Andererseits besteht in den amtsangehörigen Gemeinden nach dem Verständnis einer arbeitsteiligen Lösung der Arbeitsplatzprobleme die Bereitschaft, die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe in ihrem Gebiet zu ermöglichen, soweit dies im Unterzentrum, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich ist. An die BAB-Infrastruktur gekoppelte Gewerbebetriebe sollten nach Auffassung des Amtes im unmittelbaren Einzugsbereich der Anschlussstellen der BAB 7 zugelassen werden, soweit der entsprechende Ausgleich mit den übrigen wichtigen öffentlichen Belangen realisierbar ist.
  3.   Als regionales Leitprojekt kann sich das Amt vorstellen, gemeinsam mit dem Unterzentrum in einer wie auch immer institutionalisierten Form der Zusammenarbeit (z. B. Gebietsentwicklungsplanung) eine Arbeitsplatz- und Beschäftigungsoffensive für den gesamten Nortorfer Nahbereich unter Einbeziehung der unter Ziffer 2 angedeuteten Gesichtspunkte ins Auge zu fassen und hierfür die Mithilfe der neu geschaffenen Landesentwicklungsgesellschaft einzufordern. Für ein solches Leitprojekt könnten auch Teile der dem Unterzentrum zufließenden Schlüsselzuweisungen für übergemeindliche Aufgaben sinnvoll eingesetzt werden.
  4.   Skepsis besteht gegen die an manchen Stellen des Entwurfs zum Landesraumordnungsplan einbezogene Rolle der Mittel- und Oberzentren in die ‘Ländlichen Räume’, zumal unter dem Gesichtspunkt der Befürchtung, dass sich die finanzielle Förderung dieser Räume später auch in einer Konzentration entsprechender staatlicher Mittel in diesen zentralen Orten auswirken könnte.
  5.   Begrüßt wird das Konzept, bestimmten geeigneten Gemeinden unterhalb der Ebene der zentralen Orte ergänzende, überörtliche Versorgungsfunktionen zuweisen zu wollen und ihnen hierzu seitens der Raumordnung und Landesplanung entwicklungsfördernde Rahmenbedingungen zu ermöglichen. Je ein derartiger subzentraler Ort im östlichen (Groß Vollstedt) und im westlichen (evtl. Bargstedt) Teil des Amtsbezirks kann beträchtlich zur Verbesserung der Grundversorgungssituation der betreffenden Gebietsteile beitragen.
  6.   Das schon seit einiger Zeit praktisch eingeführte Konzept der integrierten (ganzheitlichen) Dorfentwicklung und die damit verbundene Abkehr von der bisherigen Dorfkosmetik als Schwerpunkt der Dorferneuerung findet jetzt auch seinen Niederschlag in den Zielen der Raumordnung und Landesplanung. Dies ist ein wichtiger Schritt, um den Dörfern für die Zukunft eine neue Aufgabe in der Siedlungs- und Kommunalstruktur unseres Landes zu verschaffen, der nach unserer Auffassung im Hinblick auf eingetretene Entwicklungen in unseren Dörfern schon fast ein wenig zu spät kommt. Die übertriebene Zentralisierung mancher Grundversorgungsfunktionen, die für dörfliche Gemeinschaften eigentlich unverzichtbar sind, verbunden und verstärkt durch eine Ausdünnung von Dienstleistungen und örtlicher Initiativkraft, hätte zumindest teilweise verhindert werden können.
  7.   Auch wenn auf absehbare Zeit in den ländlichen Räumen auf den Individualverkehr nicht wird verzichtet werden können, sollte dennoch der weitere Ausbau des ÖPNV in diesen Räumen als wichtiges Ziel der Landesplanung definiert sein. Besonders für jüngere und ältere Einwohnerinnen und Einwohner sollte die Möglichkeit bestehen, mit Hilfe des ÖPNV, in welcher Ausprägung und Organisationsform auch immer, den nächstgelegenen zentralen Ort zu erreichen. Außerdem wird für vordringlich gehalten, dass der Bahnhof im Unterzentrum Nortorf (dies sollte entsprechend auch für andere Unterzentren gelten) vom Schienenverkehr im Stundentakt bedient wird. Im Zuge der Verbesserung des Schienenverkehrs sollte ferner durch entsprechende Aussage im Landesraumordnungsplan angestrebt werden, im Zuge der aufzustellenden Nahverkehrspläne des Landes (ggf. auch der Kreise) die vor wenigen Jahren geschlossenen Bahnhöfe als Haltepunkte des Schienennahverkehrs wieder zu reaktivieren, sofern dafür ein örtliches bzw. regionales Bedürfnis besteht.

Der Amtsausschuss befasst sich mit dem Entwurf eines Konzeptes über Eignungsräume für die Windkraftnutzung im Kreise Rendsburg-Eckernförde.

Ferner stimmt er dem Abschluss einer neuen Vereinbarung über die Gründung und den Betrieb des Sozialzentrums Nortorf in Nortorf (Soziales Beratungs- und Dienstleistungszentrum) zu.

16.04.1996

Abschlussveranstaltung zum Dorferneuerungsverfahren Langwedel. Die Gemeinde Langwedel hat als erste Gemeinde im Amt Nortorf-Land an einem umfassenden Dorferneuerungsverfahren (alter Art) teilgenommen. Durch die Ergebnisse dieses Verfahrens sind für die weitere Entwicklung der Gemeinde wichtige Akzente gesetzt worden.

20.07.1996

Amtsfeuerwehrfest in Kleinvollstedt (17. bis 21. Juli 1996).

30.07.1996

In der Amtsverwaltung fand die konstituierende Sitzung der Gesellschafterversammlung der „Abwasserbeseitigung Nortorf-Land GmbH“ statt. Vorsitzender soll der jeweilige Amtsvorsteher sein. Zu seinem Stellvertreter wird Dr. Stintzig von der SCHLESWAG Entsorgung GmbH gewählt.

01.08.1996

Amtsvorsteher Ehlers erklärt, er werde sich, wie bereits im Landtagswahlkampf angekündigt, nach der Annahme seines errungenen Landtagsmandates von verschiedenen politischen Ämtern und Mandaten, u. a. als Kreisausschussmitglied, Mitglied des Bauausschusses beim Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag, Mitglied der Gemeindevertretung Emkendorf, Mitglied des Amtsausschusses, trennen, um die verbleibenden Ämter und Aufgaben besser wahrnehmen zu können. Zudem erklärt er seinen sofortigen Rücktritt als Amtsvorsteher.
Im Anschluss daran wählt der Amtsausschuss Bürgermeister Hans Kaack aus Brammer einstimmig (bei dessen eigener Enthaltung) zum neuen Amtsvorsteher des Amtes Nortorf-Land.

05.08.1996

Einweihung der Wasserversorgung in Krogaspe (von den Stadtwerken Neumünster GmbH).

05.09.1996

Einweihung der Wasserversorgung in Timmaspe (von den Stadtwerken Neumünster GmbH).

13.09.1996

Der zurückgetretene Amtsvorsteher Claus Ehlers wird vom Amt im Rahmen einer großen Feierstunde im Nortorfer Rathaus verabschiedet. Unter den Ehrengästen befinden sich außer Landrat Geerd Bellmann, Vertretern der Stadt Nortorf auch offizielle Vertreter des befreundeten Amtes Neustrelitz-Land.

29.10.1996

Durch Austritt der Gemeinden des Amtes Aukrug aus dem Zweckverband Alten- und Pflegeheim Nortorf zum Ablauf des Jahres 1996, tritt zum 1. Januar 1977 die Rechtsfolge des § 23 des Gesetzes über kommunale Zusammenarbeit ein, d. h. die Trägerschaft für die Einrichtung geht automatisch auf das Amt Nortorf-Land über. Zur Vorbereitung auf dieses Ereignis beschließt der Amtsausschuss, das Seniorenzentrum zugleich mit dem Aufgabenübergang in einen Eigenbetrieb des Amtes zu überführen. Hierzu wird die notwendige Betriebssatzung verabschiedet.

Nach § 5 des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr in Schleswig-Holstein sind die Kreise und kreisfreien Städte verpflichtet, einen regionalen Nahverkehrsplan aufzustellen. Dazu hat der Kreis Rendsburg-Eckernförde einen Entwurf erstellt, der im Amtsausschuss ausführlich beraten wird. Konkrete Anregungen oder Bedenken werden jedoch nicht beschlossen. Der Amtsausschuss regt lediglich an, Nortorf im Stundentakt an den Schienennahverkehr anzubinden.

Der Amtsausschuss beschließt, im Ortsteil Holtdorf der Gemeinde Bargstedt auf dem amtseigenen Gelände ein weiteres Schlichtwohnungsgebäude für rd. 85.000 DM erstellen zu lassen.

11.11.1996

Als erste Auswirkung der Ländlichen Struktur- und Entwicklungsanalyse findet im Rathaus für alle 8 amtsangehörigen Gemeinden (Bargstedt, Brammer, Bokel, Groß Vollstedt, Krogaspe, Schülp bei Nortorf, Timmaspe und Warder), für die die LSE ein Dorfentwicklungsverfahren vorsieht, eine Veranstaltung zur Auswahl geeigneter Dorfplaner statt. Außerdem findet eine Unterrichtung der Gemeinden durch Vertreter des Landes und des Kreises über die weiteren Verfahrensschritte statt.

19.11.1996

Besuch der SPD-Fraktion des Kreistages des Kreises Rendsburg-Eckernförde beim Amt Nortorf-Land (Sitzungssaal, Rathaus).

25.11.1996

Inbetriebnahme des Erdgasnetzes der SCHLESWAG in Krogaspe.

18.12.1996

Bereits in der zweiten Gesellschafterversammlung der Abwasserbeseitigung Nortorf-Land GmbH wird beschlossen, das neue Klärwerk in Ellerdorf in SBR-Technik für 6.000 Einwohner auszulegen. Bei diesem Verfahren ist die Anlage bei Bedarf modular erweiterungsfähig.