Nortorfer Land aktuell

07.07.09 Haushaltssatzung der Gemeinde Dtgen fr das Haushaltsjahr 2009 Aufgrund der 77 ff. der Gemeindeordnung wird nach Beschluss der Gemeindevertretung vom (...) Gesamten Artikel lesen

07.07.09 Haushaltssatzung der Gemeinde Emkendorf fr das Haushaltsjahr 2009 Aufgrund der 77 ff. der Gemeindeordnung wird nach Beschluss der Gemeindevertretung vom 15.06.2009 (...) Gesamten Artikel lesen

Gegenwärtige Lage

Kommunale Situation

Die Stadt Nortorf ist Mitglied und Sitz des Amtes Nortorfer Land. Gegenüber den umliegenden Gemeinden fällt ihr die raumordnungspolitische Aufgabe zu, auch deren Grundversorgung sicherzustellen. Der an sich ideale Zustand, dass nämlich ein durch lange Tradition "gewachsener" Wirtschaftsraum mit seinem geborenen Mittelpunkt zugleich eine Planungs- und Entwicklungseinheit unter dem Gesichtspunkt der Raumordnung und Landesplanung geworden ist und zudem von einer überschaubaren gemeinsamen kommunalen Verwaltung betreut wird, bietet vom Ansatz her gute institutionelle Voraussetzungen für eine positive Entwicklung unseres Lebensraumes.

Der Nortorfer Wirtschaftsraum gehört zur landesplanerischen Region III in Schleswig-Holstein, die neben den Oberzentren Kiel und Neumünster die Kreise Rendsburg-Eckernförde und Plön umfasst. Es handelt sich hierbei praktisch um den Kernraum des Landes, der nach allgemeiner Auffassung hinter dem Hamburger Nachbarschaftsraum im Süden die größten Potentiale für eine günstige wirtschaftliche Entwicklung aufweist. In gewisser Weise vorgezeichnet ist die beabsichtigte Entwicklung durch die vor einigen Jahren erfolgte Gründung eines Vereins der Technologie-Region K(iel).E(ckernförde).R(endsburg).N(eumünster)., dessen Wirkungsbereich mit der Region III identisch ist. Genau so klar ist aus der Sicht unseres Wirtschaftsraumes aber auch, dass die Schwerpunkte der wirtschaftlichen Weiterentwicklung schon jetzt in diesen Städten liegt und künftig noch deutlicher liegen wird. Im Sinne einer auch landesplanerisch unterstützten arbeitsteiligen Funktionalität kommt den übrigen Räumen dieser Region vorwiegend ergänzende und die Wahrnehmung solcher Funktionen zu, die sich typischerweise nur in ländlichen Räumen realisieren lassen.

Im sich abzeichnenden Szenario eines künftigen Europas der Regionen kann der Nortorfer Wirtschaftsraum daher in der Zukunft im Interesse seiner Bewohner nur eine befriedigende Rolle spielen, wenn er sich auf eigene Potentiale besinnt und diese im kommunalen Miteinander von Unterzentrum und Nahbereich weiter entwickelt.

Gesamtbevölkerung

Die Bevölkerungsentwicklung im Nortorfer Raum (gemeint sind hier nur die Hauptwohnsitze) verläuft zwischen der Stadt Nortorf und dem Amt Nortorf-Land in den letzten Jahrzehnten recht unterschiedlich, wie die nachstehende Tabelle verdeutlicht:

Jahr

Stadt Nortorf

Amt Nortorf-Land

1970

5.894

8.830

1980

6.210

9.383

1990

6.496

9.560

1991

6.519

9.560

1992

6.489

9.625

1993

6.462

9.783

1994

6.467

9.822

1995

6.548

9.903

1996

6.567

10.214

1997

6.557

10.601

1998

6.602

11.161

1999

6.557

11.466

Im Jahre 2000 ist die Bevölkerungszahl der Stadt weiter abgesunken, wohingegen die der Gemeinden des Amtes erneut zugenommen hat. Die Gründe für die eher stagnierende Situation in Nortorf mögen vielschichtig sein. Da aber im Unterzentrum durchaus auch während der hier in Frage stehenden Jahre kontinuierlich Baugebiete ausgewiesen und bebaut wurden (überwiegend Einzelhäuser, aber auch z. B. im sogenannten "Fliederwall"-Bereich massiver Mietwohnungsbau), jedoch kaum Zuwanderungen zu verzeichnen waren, dürfte sich dieser Prozess überwiegend aus dem sogenannten Auflockerungsbedarf rekrutiert haben.

Im Amtsbezirk hingegen hat sich trotz aller planerischen Hemmnisse, insbesondere durch die Vorgaben von Raumordnung und Landesplanung, die stattgefundene Steigerung der Einwohnerzahl durch eine teils lebhafte Wohnungsbautätigkeit in einzelnen Gemeinden ergeben. In diese Wohnungsbautätigkeit ist sicherlich in bedeutendem Maße auch die Umfunktionierung bislang anders genutzter Bausubstanz (z. B. landwirtschaftliche Gebäude) einzubeziehen. Die kontinuierlich gestiegene Einwohnerzahl resultiert weitaus überwiegend aus Wanderungsgewinnen.

Zwischen der Reduzierung der Bevölkerungszahl in Nortorf und deren Steigerung im Amtsbezirk Nortorf-Land besteht kein bedeutender Zusammenhang, da die meisten neuen Einwohner im Amtsbezirk nicht aus Nortorf, sondern zumeist aus den benachbarten größeren Städten Kiel und Neumünster zugezogen sind.

Das nachstehende Diagramm verdeutlicht noch einmal grafisch die hier geschilderte Situation besonders für die letzten Jahre:

Einwohnerzahlen grafisch

Wirtschaft

Die aktuelle Struktur des Nortorfer Wirtschaftsraumes hat sich in den letzten Jahren beträchtlich verändert. Während die Einwohnerzahl, der Gewerbebesatz und das Arbeitsplatzpotential im Unterzentrum eher stagniert, sind in den Gemeinden des Amtsbezirks, begünstigt durch die Schaffung guter Infrastrukturvoraussetzungen, auf diesen Gebieten positive Entwicklungen zu beobachten. Die Einwohnerzahl des Amtsbezirks bewegt sich kontinuierlich auf die 12.000-Grenze zu. In den Gemeinden haben sich zahlreiche kleinere und mittlere Betriebe angesiedelt, die allerdings nur einem bescheidenen Teil der erwerbsfähigen Bevölkerung Lohn und Brot bieten können. Deshalb besteht ein hoher Auspendlerüberschuss, wobei das Unterzentrum als Arbeitsplatzstandort zwar weiterhin eine wichtige, aber nicht mehr die überragende Rolle früherer Jahre zu spielen vermag.

Die künftige Entwicklung unseres Lebensraumes wird entscheidend davon abhängen, dass alle maßgeblichen Akteure mit dem Ziel zusammenarbeiten, das Arbeitsplatzangebot so zu erhöhen, dass betriebliche Einbrüche an den Arbeitsplatzstandorten, zu denen ein großer Teil unserer erwerbstätigen Bevölkerung derzeit auspendelt, sich nicht sogleich drastisch in einem kaum verkraftbaren Anstieg der Soziallasten niederschlägt.