Gewalt in Beziehung und Familie

Gewalt in der Familie ist keine Privatsache

Hilfe unter der kostenfreien Nr. 08000 - 116016
Hilfetelefon-Gewalt gegen Frauen

Mit dem kostenfreien Hilfetelefon steht Frauen, die von Gewalt betroffen sind, rund um die Uhr ein anonymes und leicht zugängliches Hilfeangebot zur Verfügung.  

Qualifizierte Beraterinnen bieten kompetente Erstberatung an und weisen die Betroffenen zur weiteren Betreuung auf Unterstützungseinrichtungen vor Ort hin. Die Gespräche sind vertraulich und können auch anonym geführt werden. Weder im Internet, noch am Telefon werden persönliche Daten abgefragt. 

Mit Hilfe von Dolmetscherinnen ist eine Beratung in vielen Sprachen möglich. Hörgeschädigte können über die Internetseite kostenfrei einen Dolmetscherinnendienst in Anspruch nehmen. 

Nach oben

Wer schlägt muss gehen - mehr Schutz bei häuslicher Gewalt

Opfer von Gewalt brauchen Schutz. Lange Jahre war es Praxis, dass sich die Opfer selbst um ihren Schutz kümmern mussten. Mit der Einführung des Gewaltschutzgesetzes hat sich das grundlegend geändert, der /die Täter_in muss gehen, das Opfer kann, zumindest für einen gewissen Zeitraum, in der Wohnung bleiben. Dazu muss das Opfer beim Familiengericht einen entsprechenden Antrag stellen. Das Gericht kann auch gegenüber Täter_in auch Schutzanordnungen treffen, indem sowohl die Kontaktaufnahme als auch die räumliche Annäherung an das Opfer untersagt wird.

Umfassende Informationen zu dem Thema finden Sie in der Broschüre "Mehr Schutz bei häuslicher Gewalt" gemeinsam herausgegeben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesministerium der Justiz. 

Nach oben

Soll ich das glauben? Ja! - Geben Sie misshandelten Frauen, Kindern und Männern die Chance sich auszusprechen

Viele Opfer von gewalttätigen Übergriffen in der Familie versuchen diese zu vertuschen - der berühmte Treppensturz, die Tischkante, der Ausrutscher. Sie schämen sich und sehen die Schuld für die Misshandlungen in ihrem eigenen Fehlverhalten. Oftmals haben sie aber auch einfach Bedenken, dass ihnen überhaupt geglaubt wird. Das ist besonders dann der Fall, wenn die Partnerschaft nach außen einen soliden, harmonischen Eindruck macht.  

Sind Kinder involviert, so sind diese oftmals traumatisiert und absolut verunsichert, wem sie noch vertrauen können und wem sie sich anvertrauen können.  

Ein Mensch, der in harmonischen Verhältnissen lebt, kann sich selten vorstellen, dass Zustände, wie sie z. B. im Fernsehen gezeigt werden, realistisch sind und ist verunsichert, wie er/sie sich verhalten soll. Erste Hinwiese finden Sie in dem Flyer "Gewalt in meinem Umfeld - was kann ich tun?" 

Die Broschüre "Mehr Mut zum Reden" hilft Betroffenen und Bekannten aus dem Umfeld.