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Ziele
Heute betreut der NABU Nortorf 18 Hektar Biotopflächen (in den Gemeinden Nortorf, Borgdorf-Seedorf, Schülp und Langwedel), kontrolliert und reinigt rund 1.800 Nistgeräte in fünf Forsten und fünf weiteren Bereichen, kümmert sich um Schleiereulenkästen, veranstaltet jährlich naturkundliche Führungen und Dia-Abende in Sachen Natur, pflegt die Kopfweiden, rettet nach wie vor Amphibien im Wardertal vor dem Verkehrstod, verfasst Stellungnahmen zu Bebauungs- und Landschaftsplänen und wirbt für mehr Natur auch im Siedlungsbereich
"Philosophie" oder Motto des NABU Nortorf:
Nicht gegen den wirtschaftenden Menschen eingestellt sein, sondern "pro Natur" werben und wirken und Bürgerinnen und Bürger mit einzubeziehen suchen.
Der NABU erhielt vielfache Unterstützung von der Stadt Nortorf, der unteren Naturschutzbehörde Rendsburg, der Stiftung "Naturschutz Schleswig-Holstein", dem LANU (Landesamt für Natur und Umwelt) und Spenden von Firmen und privater Seite.
Die öffentliche Anerkennung blieb nicht aus: 1992 bezeichnete der damalige Landesnaturschutzbeauftragte Dr. Wolfgang Riedel das Bellerbektal als "Naturerlebnisraum par excellence". 1994 erhielt der NABU Nortorf einen Umweltpreis in Höhe von 5.000 DM aus der Hand der Ministerin Edda Müller. Die Stadt Nortorf wurde 1996 "Umweltfreundliche Gemeinde" des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes (SHHB), wozu der NABU ein wenig beitragen konnte.
Unser "Aushängeschild" ist das Bellerbektal:
Naturbelassene Flächen mit einer Vielzahl von geschaffenen Teichen und Tümpeln, beweidete, extensiv genutzte Areale, Orchideenvorkommen, Kopfweidenpflanzung. Beobachtete Vogelarten 1980: etwa 40, 2000: rund 120, ferner eine stark gestiegene Zahl an Wirbellosen (Käfer, Libellen, Schmetterlinge). Hinter den Beständen der für viele Schmetterlingsarten lebensnotwendigen Großen Brennnessel können Vögel wie z.B. Enten und Teichhühner trotz des Wanderwegbetriebes ungestört ihre Jungen aufziehen.
Wofür wir uns einsetzen:
Grundsätzlich mehr Sensibilität für die freilebende Natur, z.B.:
- Saumbiotope an Knicks respektieren, Wegränder nur sparsam mähen: Achtung der Staudenvielfalt zur Zeit der Blüte und der Samenreife, kleine sich selbst überlassene Areale auch im Siedlungsbereich zulassen
- Bäume bis unten beastet lassen, sofern der Platz vorhanden ist
- Fließgewässer mäandrieren lassen, hier wie auch an Teichen und Tümpeln Begleitgrün zulassen
- in Gärten heimische Bäume und Sträucher sowie Staudenpflanzen den Rasenflächen vorziehen
- Kompostieren aller biologisch zersetzbaren Stoffe, Wandbegrünung durch heimischen Efeu
- Kurzstrecken per Fahrrad zurücklegen (Minimierung der Lärm- und Abgasbelastung)
Mitgliederzahl:
Der NABU Nortorf hatte Ende 2009 238 Mitglieder

