Nortorf, 38. Änderung F-Plan "Erweiterung Haus Simeon“

Öffentliche Auslegung des Entwurfs der 38. Änderung des Flächennutzungsplanes gemäß § 3 Abs. 2 BauGB

Der Ausschuss für Bauwesen und Umwelt der Stadt Nortorf hat in seiner öffentlichen Sitzung am 16. April 2018 den Entwurf der 38. Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Nortorf gebilligt und zur Auslegung bestimmt. Der Geltungsbereich ist wie folgt begrenzt:

-       nördlich des Grundstückes Große Mühlenstraße 52 (Flurstück 113, Flur 541), einer Teilfläche der Straßenverkehrsfläche der Fabrikstraße (Flurstück 18/7, Flur 554) sowie einer Teilfläche des Flurstückes 11/2 Flur 553,

-       östlich einer Teilfläche des Flurstückes 11/2 Flur 553 sowie einer Teilfläche des Recyclinghofes (Flurstück 8/2, Flur 553),

-       südlich einer Teilfläche des Flurstückes 11/2 Flur 553, einer Teilfläche der Straßenverkehrsfläche der Fabrikstraße (Flurstück 18/7, Flur 554) sowie des Flurstückes 21 Flur 554,

-       westlich des Flurstückes 21, Flur 554,

Ziel und Zweck der Planung: Die 38. Änderung des Flächennutzungsplanes dient im Wesentlichen der planungsrechtlichen Grundlage zur Schaffung von Wohnbauflächen.

Öffentliche Auslegung: Der Entwurf der 38. Änderung des Flächennutzungsplanes liegt mit Begründung und mit den bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen in der Zeit vom 07. Mai 2018 bis 12. Juni 2018 in der Amtsverwaltung in Nortorf, Niedernstraße 6, 24589 Nortorf, während der üblichen Öffnungszeiten des Gebäudes im Flur vor den Zimmern 114 - 116 öffentlich aus. Es sind folgende Zeiten zu berücksichtigen:

            montags und dienstags                      von 07.00 Uhr bis 17.00 Uhr

            donnerstags                                       von 07.00 Uhr bis 18.00 Uhr

            freitags                                               von 07.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Während der Auslegungsfrist können alle an der Planung Interessierten die Planunterlagen und umweltbezogenen Stellungnahmen eingesehen sowie Stellungnahmen hierzu schriftlich oder während der Dienststunden in der Amtsverwaltung Zimmer 116/117 zur Niederschrift abgegeben.

Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über die Änderung des F-Planes unberücksichtigt bleiben, wenn die Gemeinde den Inhalt nicht kannte und nicht hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit der Änderung des F-Planes nicht von Bedeutung ist.

Eine Vereinigung im Sinne des § 4 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes ist in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Absatz 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes mit allen Einwendungen ausgeschlossen, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.

Mit dem oben genannten Bauleitplan sind folgende umweltrelevante und sonstigen Unterlagen verfügbar und liegen öffentlich aus:

[1.]  Entwurf Planzeichnung, (pdf-Datei 743 kb)

[2.]  Entwurf Begründung mit Umweltbericht (Teil II der Begründung, pdf-Datei 1.187 kb),

[3.]  Landschaftsplan der Stadt Nortorf (nicht digital; nur einsehbar in Zimmer 116)

[4.]  Die eingegangenen Stellungnahmen aus der frühzeitigen Behördenbeteiligung gemäß § 4 (1) BauGB:

­       Kreis Rendsburg-Eckernförde, 08.08.2017 und 24.01.2018

­       Archäologisches Landesamt, 19.12.2017

­       LLUR Flintbek, 19.12.2017 und 27.12.2017

­       Wasser- und Bodenverband Bokeler Au, 04.01.2018

­       Eisenbahn- Bundesamt, 08.01.2018

­       Kreisbauernverband Nortorf, 13.01.2018

­       NABU Nortorf, 25.01.2018

­       DB AG-DB Immobilien, 26.01.2018

Hinsichtlich der Umweltbelange wurden insbesondere die Auswirkungen auf den Menschen, auf Tiere, auf Pflanzen, auf Boden und Wasser, auf Klima und Luft, auf Kultur- und Sachgüter und das Landschaftsbild geprüft. Für die Bestandsaufnahme der Schutzgüter Fläche, Pflanzen, Tier und Landschaftsbild wurde eine Ortsbegehung durchgeführt. Für die Schutzgüter Boden und Wasser wurden neben den Informationen aus dem Landschaftsplan die Angaben des Landwirtschafts- und Umweltatlas und des Wasser- und Nährstoffinformationssystems Schleswig-Holsteins herangezogen. Für die Schutzgüter Klima, Luft wurde auf die Aussagen des Landschaftsplanes zurückgegriffen. Die Aussagen zum Schutzgut Mensch beruhen auf der Erfassung bestehender Nutzungen. Die Beurteilung des kulturellen Erbes erfolgte auf Grundlage übergeordneter Plangrundlagen und der Stellungnahme des archäologischen Landesamtes.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Mensch

­       Finden sich im Umweltbericht und im Landschaftsplan sowie in den eingegangenen Stellungnahmen aus dem Verfahren nach § 4 (1) BauGB des Kreises Rendsburg-Eckernförde, des LLUR Flintbek und des Eisenbahn Bundesamtes.

­       Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Lärm-, Staub- und Geruchsimmissionen aus den benachbarten gewerblichen Nutzungen sowie des Schienenverkehrs und deren Vereinbarkeit mit der geplanten Wohnnutzung, zur Erholungsnutzung.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Tiere

­       Finden sich im Umweltbericht und im Landschaftsplan sowie in den eingegangenen Stellungnahmen aus dem Verfahren nach § 4 (1) BauGB des Kreises Rendsburg-Eckernförde und des NABU.

­       Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Lebensräumen der geschützten potentiell vorkommenden Tierarten (heimische Brutvögel, Fledermäuse) und die Auswirkung der Planung auf diese Tierarten, zum artenschutzrechtlichen Handlungsbedarf, zur Reduzierung von Lichtimmissionen zur Minimierung der Beeinträchtigungen auf nachtaktive Tiere, zur Schaffung von artenreichen Biotopstrukturen im Plangebiet, zur Erforderlichkeit einer artenschutzrechtlichen Untersuchung für die verbindliche Planung, zur naturschutzfachlichen Eingriffsregelung und dem Nachweis eines schutzgutbezogenen Kompensationsbedarfs, zur FFH-Verträglichkeit im Hinblick auf die Erhaltungsziele und den Erhaltungszustand von europarechtlich geschützten Gebieten.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Pflanzen

­       Finden sich im Umweltbericht, im Landschaftsplan sowie in den eingegangenen Stellungnahmen aus dem Verfahren nach § 4 (1) BauGB des Kreises Rendsburg-Eckernförde und des NABU.

­       Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Biotoptypenausstattung, gesetzlichen Biotopschutz, zum Gehölzschutz während der Baumaßnahmen, zu bestehende Schutzgebiete, zur naturschutzfachlicher Wertigkeit des Plangebietes, zu vermeidbaren Eingriffen wie die Mindestbreite von Knickschutzstreifen, zu Abstandsregelungen von Knicks, zum Erhalt und zur Aufwertung von Knicks, zur naturschutzfachlichen Bedeutung und zum Erhalt ortsbildprägender Einzelbäumen, zur Schaffung von artenreichen Biotopstrukturen im Plangebiet, zur naturschutzfachlichen Eingriffsregelung und dem Nachweis eines schutzgutbezogenen Kompensationsbedarfs, zur FFH-Verträglichkeit im Hinblick auf die Erhaltungsziele und den Erhaltungszustand von europarechtlich geschützten Gebieten.

Umweltbezogene Informationen zu den Schutzgütern Fläche, Boden und Wasser

­       Finden sich im Umweltbericht, im Landschaftsplan sowie in den eingegangenen Stellungnahmen aus dem Verfahren nach § 4 (1) BauGB des Kreises Rendsburg-Eckernförde, des Wasser- und Bodenverbandes Bokeler Au und des Kreisbauernverbandes.

­       Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Flächennutzungen, Bodenbeschaffenheit und Bodenfunktionen, zur Bodenbewertung, zu Vorbelastungen, zur Reduzierung von Bodenversiegelungen, zu Altablagerungen / Altlasten, zum Verbringen von Böden im Außenbereich, zu gesetzlichen Regelungen zum Bodenschutz, zu vorh. Oberflächengewässern, zum Grundwasserstand und zur Grundwasserneubildungsrate, zum anfallenden Oberflächenwasser und deren Versickerung / Rückhaltung bzw. Ableitung in die Vorflut, zur Reduzierung von Eingriffen in den Boden und das Schutzgut Wasser, zur naturschutzfachlichen Eingriffsregelung und dem Nachweis eines schutzgutbezogenen Kompensationsbedarfs, zu Kompensations- und Ökokontoflächen im Stadtgebiet.

Umweltbezogene Informationen den Schutzgütern Klima und Luft

­       Finden sich im Umweltbericht, im Landschaftsplan sowie in der eingegangenen Stellungnahme des Kreises Rendsburg-Eckernförde.

­       Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: klimatischen und lufthygienischen Bedingungen sowie zur Einhaltung europäischer Immissionsgrenzwerte in Bezug auf die Luftqualität und zu möglichen Wirkungen des Klimas auf das Plangebiet bzw. den Auswirkungen des Plangebietes auf das Klima, zur naturschutzfachlichen Eingriffsregelung und dem Nachweis eines schutzgutbezogenen Kompensationsbedarfs.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Kultur- und Sachgüter

­       Finden sich im Umweltbericht, im Landschaftsplan sowie in den eingegangenen Stellungnahmen aus dem Verfahren nach § 4 (1) BauGB des archäologischen Landesamtes.

­       Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: archäologischen Kulturdenkmalen und deren Umgang bei evtl. Funden.

Umweltbezogene Informationen zum Schutzgut Landschaftsbild

­       Finden sich im Umweltbericht, im Landschaftsplan sowie in der eingegangenen Stellungnahme des Kreises Rendsburg-Eckernförde.

­       Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Naturraum, vorhandene Landschaftselemente, Vorbelastungen und Wertigkeit des Landschaftsraumes, zur Erholungseignung des Plangebietes, zum Maß und zur baulichen Nutzung zur Sicherung einer naturraumverträglichen Entwicklung, zum Erhalt des ortsbildprägenden Baumbestandes und zur Minimierung der visuellen Beeinträchtigungen, zur naturschutzfachlichen Eingriffsregelung und dem Nachweis eines schutzgutbezogenen Kompensationsbedarfs.

Umweltbezogene Informationen zu den Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern

­       Finden sich im Umweltbericht und im Landschaftsplan.

­       Es werden Aussagen getroffen bzw. Hinweise gegeben zu: Wechselwirkungen zwischen den abiotischen und biotischen Schutzgütern und den Einflüssen menschlicher Nutzung sowie die Auswirkung der Planung auf die Wechselwirkungen.

24589 Nortorf, 04. Mai 2018
Amt Nortorfer Land
FD III/1 Allgemeine Bauverwaltung
Der Amtsdirektor