Entstehung des Amtes

Das Amt Nortorfer Land ist aus der 2007 in Schleswig-Holstein durchgeführten grundlegenden Ämterreform hervorgegangen. Diese Reform hatte im wesentlichen zum Ziele, unter Beibehaltung der kleinen, von ehrenamtlich tätigen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern geleiteten Landgemeinden hinreichend leistungsfähige kommunale Verwaltungseinheiten der untersten Stufe des Staatsaufbaus zu schaffen. Die Grundlagen wurden Ende der 1960er Jahre gelegt.

Jedes Amt sollte ein abgerundetes Gebiet umfassen, mit einer Größe und Einwohnerzahl, die eine leistungsfähige, sparsame und wirtschaftlich arbeitende Verwaltung unter insgesamt immer noch ehrenamtlicher Führung ermöglicht. Die örtlichen Verhältnisse, insbesondere die Wege-, Verkehrs-, Schul- und Wirtschaftsverhältnisse sowie die kirchlichen, kulturellen und geschichtlichen Beziehungen sollten dabei nach Möglichkeit berücksichtigt werden. Schon damals zeichnete sich ab, dass die weitere Entwicklung des ländlichen Raumes in Schleswig-Holstein entscheidend von einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit der kommunalen Verwaltungen abhängig sein würde. Auch zu jener Zeit wurde erkannt, dass für leistungsfähige Verwaltungen, auch im Hinblick auf die sich abzeichnenden Entwicklungen in der Informationstechnik eine bestimmte betriebswirtschaftliche Größenordnung mit einer Finanzausstattung unabdingbar sein würde, mit der auch gut ausgebildetes Fachpersonal beschäftigt werden konnte. 

So entstand das Amt Nortorf-Land am 1. April 1970 aus den früheren Ämtern um die Stadt Nortorf herum, nämlich den Ämtern Bargstedt, Borgdorf und Timmaspe, deren Gemeinden schon seit alters her zum Kirchspiel Nortorf gehörten und die Nortorf stets als ihren wirtschaftlichen Mittelpunkt angesehen haben. Zu diesen drei Ämtern kamen noch zwei Gemeinden des im Zuge der Ämterreform völlig aufgelösten Amtes Westensee (Emkendorf und Deutsch Nienhof), so dass dem Amt zunächst 18 Gemeinden angehörten, nämlich Bargstedt, Bokel, Borgdorf-Seedorf, Brammer, Dätgen, Deutsch-Nienhof, Eisendorf, Ellerdorf, Emkendorf, Gnutz, Groß Vollstedt, Holtdorf, Krogaspe, Langwedel, Oldenhütten, Schülp bei Nortorf, Timmaspe und Warder. Die Entscheidung des Innenministers über die Bildung unter anderem des Amtes Nortorf-Land erfolgte mit Erlass vom 27. Januar 1969. Der Landrat des Kreises Rendsburg als die zuständige Kommunalaufsichtsbehörde hatte die notwendigen Folgeregelungen der Ämterneubildung zu treffen und tat dies mit seiner Verfügung vom 23. März 1970. Da mit Ablauf des 31. März 1970 alle Organe der Vorgängerämter wegfielen und das neue Amt seine Organe erst nach der Amtsbildung wählen konnte, wurde für den Übergang der letzte Amtsvorsteher des Amtes Bargstedt, Hinrich Rohwer, vom Innenminister zum Beauftragten für die Wahrnehmung der Aufgaben des Amtsausschusses und des Amtsvorstehers des neuen Amtes Nortorf-Land bestellt.

Schon verhältnismäßig kurz nach seiner Bildung waren Korrekturen in der gemeindlichen Zusammensetzung des Amtes unvermeidlich. So wurde die Gemeinde Deutsch-Nienhof, ohnehin kein organisch gewachsenes Gemeinwesen, aufgrund entsprechender Strömungen in der Bevölkerung, auf eigenen Wunsch aufgelöst. Die nördlichen Ortsteile (Wrohe, Josephinenhof, Krähenberg) integrierten sich mit Wirkung vom 1. August 1976 in die Gemeinde Westensee des Nachbaramtes Achterwehr, während der Rest der ehemaligen Gemeinde (mit den Ortsteilen Pohlsee, Enkendorf und Blocksdorf) Teil von Langwedel wurde. Die kleine Gemeinde Holtdorf (mit damals ca. 100 Einwohnern ohnehin die kleinste im Amtsbezirk) vereinigte sich am 1. Januar 1978 freiwillig mit der Nachbargemeinde Bargstedt. Im Zuge der landesweiten Verwaltungsstrukturreform trat zum 01.01.2007 die Stadt Nortorf dem Amt bei und es bildete sich daraus das Amt Nortorfer Land.

Amtsvorsteher

Willi Maschmann (15.6.1970 bis 10.5.1982)
Claus Ehlers (10.5.1982 bis 1.8.1996)
Hans Kaack (1.8.1996 bis 9.7.2018)

Der jetzige Amtsvorsteher, Bernd Ips, befindet sich seit dem 9.7.2018 im Amt.

Leitende Verwaltungsbeamte

Otto Gloy (1.4.1970 bis 30.6.1974)
Uwe Johannsen (1.7.1974 bis 31.12.2006)

Amtsdirektor

Der jetzige Amtsdirektor, Dieter Staschewski, befindet sich seit dem 1.4.2007 im Amt.